Möblierte Zimmer und Wohnheime: Vorsicht vor fehlendem Kündigungsschutz

  • Wer als Azubi oder Student ein möbliertes Zimmer in einer Wohnung mietet, muss aufpassen: Es gibt keinen Kündigungsschutz.
  • Wird die Miete monatlich gezahlt, kann jederzeit kurzfristig bis zum 15. eines Monats zum Monatsende gekündigt werden.
  • Auch für ein Zimmer im Studentenwohnheim gelten Abweichungen vom normalen Mietrecht. Die Mietdauer kann zum Beispiel an die Dauer eines Semesters gebunden werden.
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Berlin. Wer als Azubi oder Student ein möbliertes Zimmer in einer Wohnung mietet und mit dem Vermieter zusammenlebt, muss aufpassen: Es gibt laut dem Deutschen Mieterbund keinen gesetzlichen Kündigungsschutz. Wird die Miete monatlich gezahlt, kann jederzeit und ohne die Angabe eines Grundes kurzfristig bis zum 15. eines Monats zum Monatsende gekündigt werden. So steht es im bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in den Paragrafen 549 und 573c. Nur eine vertragliche Vereinbarung kann Untermietern diese Gefahr nehmen.

Auch für die zumeist sehr günstigen Zimmer im Studentenwohnheim gelten Abweichungen vom normalen Mietrecht, erklärt der Deutsche Mieterbund. Die Mietdauer kann zum Beispiel an die Dauer eines Semesters gebunden werden und die Mietkaution wird nicht verzinst. Die gesetzlichen Kündigungsschutzbestimmungen gelten ebenfalls nicht.

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Studentenwohnheime brauchen ein Konzept

Um als Studentenwohnheim zu gelten, müssen Vermieter allerdings ein konkretes Belegungskonzept mit zeitlicher Begrenzung der Mietzeit und Rotation vorweisen können. Sonst können sie sich nicht auf die Erleichterungen beim Kündigungsschutz berufen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.

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RND/dpa