Neuer Glanz in alter Küche: 13 einfache Ideen, die Küche zu renovieren

  • Für eine individuell geplante Küche muss man schnell 10.000 Euro einplanen.
  • Allerdings kann eine Küche auch nahezu vollständig in Eigenregie renoviert werden.
  • Mit diesen Tipps kommen Sie sparsam zur (fast) neuen Küche.
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Eine Küche kauft man fürs Leben – oder nicht? Dass man in Küchen ordentlich investieren muss, ist kein Geheimnis. Mit etwas Glück hat man sich für eine zeitlose entschieden, die nicht so schnell aus der Mode kommt. Vielleicht ist man aber auch einem kurzfristigen Trend verfallen oder hat in geistiger Umnachtung eine Küche mit Fronten in seiner Lieblingsfarbe gekauft. An einem leuchtenden Rot kann man sich aber schnell wieder sattsehen.

Also was tun? Noch einmal 10.000 Euro investieren und eine neue Küche kaufen? Das muss nicht sein. Denn wer weiß, wie, kann seine bestehende Küche auch renovieren. Für Käufer einer Gebrauchtimmobilie ist eine Küchenrenovierung oder -sanierung ebenfalls eine interessante Option, wenn sich noch eine Küche im Haus oder der Wohnung befindet. Denn im oft eng geplanten Finanzrahmen, reißt eine neue Küche schnell ein großes Loch in das Budget.

Lassen Sie sich auch vom dunkelsten und altbackensten Aussehen nicht abschrecken – Farbe und neue Details können Wunder bewirken.

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Schöne Küche auf dem Foto? Dann klicken/swipen Sie doch mal ein Bild weiter, um das Vorherfoto zu sehen. Es ist die gleiche Küche – nur mit gestrichenen Fronten, einem neuen Fußboden, übergestrichenen Wandfliesen und einer neuen Arbeitsplatte.

Streichen, kleben, austauschen – 13 einfache Möglichkeiten, die Küche neu zu gestalten

Der Hauptbestand einer Küche sind ihre Fronten. Diese machen einen großen Teil des Stils und des Looks aus. Aber auch Fliesenspiegel, Armaturen, Arbeitsplatten oder der Küchenfußboden können viel ausmachen.

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1. Fronten auffrischen

Es ist einer der offensichtlichsten, aber auch wirksamsten Schritte. Wer die Fronten seiner Küche verändert, kann einen ganz neuen Look schaffen. Die Auswahl bei den Methoden ist groß. Sie können die Fronten streichen, mit Dekorfolie bekleben, verkleiden oder auch einfach austauschen. Bei vielen Einbauküchen haben die Schränke genormte Maße, daher kann man den Korpus eines Küchenschrankes weiter nutzen, aber einfach neue Türen und Schubladen bestellen. Achten Sie aber auch bei den DIY-Küchenfronten auf strapazierfähiges Material, sonst haben Sie nicht lange Freude daran. Durch das Anbringen von dünnen Zierleisten oder Ähnlichem können Sie neue Akzente setzen und aus Ihrer schlichten Küche eine Landhausküche mit Rahmen- oder Kassettenfronten erschaffen.

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2. Fliesenspiegel erneuern

Eine neue Rückwandgestaltung der Küche kann meist ohne große Abmontage von Küchenmöbeln erfolgen. Ähnlich wie schon bei den Fronten, haben Sie hier viele Techniken zur Auswahl: Neu fliesen, Fliesen streichen (eignet sich besonders für nicht glatte Fliesen, mit Fliesenfolie bekleben, mit Sperrholz verkleiden, mit Holzvertäfelung oder Alupaneelen überdecken – sogar Tapete kann man theoretisch anbringen, sofern es sich um abwischbare Tapete für Feuchträume handelt. Im Baumarkt können Sie sich passgenau leichte Abdeckplatten unterschiedlicher Designs zurechtschneiden lassen. Es müssen auch nicht immer Fliesen sein. Glas, Spiegel, Edelstahl oder Holz können die Küchenrückwand ebenfalls zieren, wenn die Materialien entsprechend robust und abwischbar sind. Von schlicht bis bunt gemustert – hier ist alles erlaubt.

3. Armaturen austauschen

Manchmal reicht auch ein neuer Wasserhahn, um ein modernes Wohnambiente zu erhalten. Tauschen Sie die alte, abgenutzte silberne 90er-Jahre-Mischbatterie aus und ersetzen Sie sie durch eine mattschwarze und großzügige Schwanenhalsarmatur. Auch das Spülbecken können Sie in dem Zuge austauschen, das wird jedoch ein paar Euro mehr kosten.

4. Ein neuer Küchenfußboden

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Er gehört zwar nicht direkt zur Küche, hat aber einen großen Einfluss auf den Look. Wenn Sie einen anderen Küchenfußboden verlegen, wirkt der gesamte Raum gleich anders. Besonders beliebt ist aktuell Holz – unabhängig, ob es sich dabei um echtes (für Küchen geeignetes) Holz handelt oder Fliesen und PVC-Belag im Holz-Design. Damit machen Sie garantiert nichts falsch und die Küche wirkt frischer. Mutige können auch zu gemusterten Fliesen greifen, was besonders bei einer schlichten Küche einen Wow-Effekt hat.


5. Griffe austauschen

Neue Griffe können gerade bei schlichten Küchenmöbeln neuen Schwung in die Küche bringen – am besten natürlich zu aufgehübschten Küchenfronten. Griffe für Schränke und Schubladen gibt es in allerhand Farben, Formen und Materialien. Je nachdem, ob Sie zu coolem, gebürsteten Messing greifen oder verspielte Knöpfe nehmen, ändert sich der Stil der Küche. Wichtig: Immer auf den Lochabstand achten! Die neuen Griffe sollten in die Befestigungslöcher der alten passen. Und diese gibt es in unterschiedlichen Abständen.

6. Offene Regale statt Hängeschränke

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Während geschlossene Schränke viel Stauraum und eine gewisse Aufgeräumtheit bieten, sind offene Regale momentan absolut im Trend. Wenn Sie ohnehin noch Platz in den Oberschränken haben, können Sie überlegen, diese einfach abzunehmen und zu ersetzen. Jedoch sollte Ihnen bewusst sein, dass das nur gut aussieht, wenn die Regale aufgeräumt sind und häufigeres Staubwischen nötig sein wird.


7. Auf Füße stellen

Gerade bei kleineren modularen Küchen, kann man auch darüber nachdenken, Küchenschränke auf Füße beziehungsweise Beine zu stellen. Das verleiht einen echten Vintagecharme und lässt klobige Schränke gleich viel leichter wirken. Dabei zu beachten ist natürlich einerseits die Stabilität: Die verwendeten Füße müssen das Gewicht der Küchenschränke (inklusive Inhalt) tragen können. Außerdem sollten Sie sich auf häufigeres Saugen und Wischen einstellen.

8. Teppich auslegen

Teppich in der Küche? Ein No-Go! Oder nicht? Sie müssen keinen Teppich komplett verlegen, aber sehen Sie Teppiche als Designelemente, die für einen Wohlfühlfaktor sorgen können. Wer ständig beim Spülen das Wasser verspritzt, muss ihn vielleicht nicht unbedingt vor das Waschbecken legen. Aber besonders in Wohnküchen macht sich ein Küchenteppich gut und setzt einen zusätzlichen Akzent, den Sie auch jeder Zeit schnell wieder austauschen können – mal blumig in rosa, mal geometrisch in schwarz und weiß.


9. Betonoptik

Betonoptik ist absolut im Trend. Das gilt auch in der Küche. Beton kann vielfältig eingesetzt werden und verleiht im Handumdrehen einen modernen Touch im angesagten Industrial Style. Das Material lässt sich mit fast allem kombinieren und passt somit wunderbar in jede Küche. Heller Beton mit Akzenten aus Glas wirkt äußerst elegant, mit natürlichem Beton in Kombination mit Holz wird es rustikal und gemütlich, gepaart mit Edelstahl sieht die Küche besonders modern aus. Es gibt auch Farbe in Betonoptik, die Sie zum Streichen nutzen können oder auch die Arbeitsplatte lässt sich mit einer dünnen Schicht Beton verwandeln. Es gibt zwar auch die Möglichkeit, Arbeitsplatten direkt aus Beton zu gießen, das sollten allerdings keine Anfänger machen, da es eine entsprechende Unterkonstruktion braucht. Und wegen des Gewichts halten nicht alle Küchenmöbel eine Arbeitsplatte aus Vollbeton aus. Sie können aber auch gezielt einzelne Akzente aus Beton setzen, zum Beispiel an einem Tresen, einer Kochinsel oder Dekorationselementen wie Lampen, Blumentöpfen und einem Messerblock.

10. Arbeitsplatte wechseln

Die Arbeitsplatte haben wir hier schon öfter angesprochen. Auch diese haben eine große Auswirkung auf den Gesamtlook der Küche. Wer etwas mehr Budget für die Küchenrenovierung eingeplant hat, kann eine komplett neue Arbeitsplatte einbauen, ansonsten kann man diese auch streichen, lackieren oder mit Folie bekleben. Oder auch, wie eben erwähnt, mit einer dünnen Schicht aus Beton runderneuern. Bleiben Sie bei der Materialwahl (oder einer Folie mit entsprechendem Aussehen) offen: Je nach Küchendesign sehen Holz, Beton, Granit, Marmor, Kunststoff, Glas oder Edelstahl toll aus.

11. Küchenmöbel neu arrangieren

Diese Möglichkeit ist nicht für jeden geschaffen, aber wer eine Modulküche sein Eigen nennt, kann darüber nachdenken. Überlegen Sie einmal, was Sie an Ihrer Küche stört. Vielleicht läuft man ja beim Reinkommen fast gegen den Kühlschrank oder Waschbecken und Herd sind zu dicht nebeneinander. Wenn Sie die Möbel umstellen, gewinnen Sie einerseits mehr Wohnqualität und schaffen gleichzeitig einen ganz anderen Eindruck von Ihrer Küche. Übrigens: Wenn die Küche noch nicht zu alt ist oder zu einer beliebten Baureihe gehört, haben Sie vielleicht auch die Möglichkeit, Einzelteile nachzubestellen und so neuen Schwung in die alte Küche zu bringen.

12. Kücheninsel aufstellen

Eine Kücheninsel ist für viele Menschen ein absoluter Traum. Um sich diesen zu erfüllen, müssen Sie nicht auf eine neue Küche warten. Besonders Kücheninseln müssen nicht zu 100 Prozent zu den übrigen Küchenmöbeln passen. Sie können es – müssen es aber nicht. Denn kleine Hingucker sind komplementäre Kücheninseln. Diese gibt es übrigens in fast jeder Größe: Also passen Kücheninseln auch in Küchen, die nicht die ausschweifenden amerikanischen Ausmaße haben. Vielleicht denken Sie auch mal darüber nach, ob Sie nicht den Esstisch ins Wohnzimmer verlegen oder das vollgestaubte Regal zugunsten einer schicken Kücheninsel aus der Küche verbannen.


13. Kontraste schaffen - oder nicht

Egal, auf welche Art und Weise Sie Ihre Küche updaten wollen, ein probates Mittel dazu ist in jedem Fall die passende farbliche Gestaltung. Dabei sind Ton-in-Ton-Varianten ebenso garantierte Hingucker wie spannende Kontraste. Momentan im Trend ist die Kombination aus Pastelltönen und dunkleren Farben, wie wäre es also mal mit einer Kombination aus Rosa oder Mint mit Anthrazit?

Vier Extratipps vom Profi, die Geld sparen

Auch bei einer Küchensanierung können Kosten eingespart werden, wenn man weiß wo. Mathias Klement, Produktexperte von Aroundhome, gibt Tipps zum Geldsparen.

  • Alte vs. neue Geräte: Bei einer Küchenrenovierung hat man bereits alle benötigten Geräte. Gerade im Sinne der Nachhaltigkeit, aber auch um Kosten zu sparen, sollte man schauen, welche Geräte noch taugen. Manchmal lohnt sich eine Neuanschaffung energiesparender Modelle. Auf der anderen Seite können vielleicht auch Staubfänger, wie die Eismaschine, die noch nie benutzt wurde, getrost im Internet verkauft werden, was wiederum Geld für die Renovierung bringt.
  • Über die Steuer absetzen: Wer renoviert oder modernisiert und sich Hilfe bei einem Fachmann sucht, kann sich einen Teil der Kosten über die Steuer zurückholen. Es gibt zwar ein paar Sachen zu beachten, aber dafür kriegt man bis zu 1200 Euro jährlich zurück.
  • Richtig planen, richtig kalkulieren: Auch eine Küchenrenovierung kann ins Geld gehen. Besonders, wenn man teure Wünsche hat, wie einen Backofen auf Augenhöhe oder eine Marmorarbeitsplatte. Daher sollte man bereits im Vorfeld ein Budget festlegen sowie eine klare Prioritätenliste. Was sind „Must-have“ und „Nice-to-have“? Auch hier kann ein externer Berater helfen.
  • Fördern lassen: In bestimmten Fällen fördert die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) die Küchenrenovierung. Die Modernisierung von Wohnraum wird beispielsweise mit dem Programm „Altersgerecht umbauen“ gefördert. Gefördert werden vor allem Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit und einen verbesserten Einbruchsschutz.

Auf der Website von Aroundhome finden Sie übrigens noch ein paar Vorher-Nachher-Küchenprojekte.

“Staat, Sex, Amen”
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