Hobbygärtner sollten Nistkästen im Winter nicht putzen

  • Winterschläfer erobern sich in der kalten Jahreszeit die Nistkästen der Vögel.
  • Hobbygärtner sollten deshalb nicht allzu reinlich sein - und auf den Großputz verzichten.
  • Das sei besser für die Vielfalt und die Tierwelt, sagen Naturschützer.
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Berlin . Auf brütende Vögel folgen Gartenschläfer als Nachmieter in den Nistkästen. Um deren Winterschlaf nicht zu stören, sollten Gartenbesitzer die Kästen im Winter nicht reinigen, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Auch ein Umzug der Winterschläfer ist keine gute Idee. Denn die Störung kann zu einer erhöhten Körpertemperatur und damit zur Verschwendung von wertvoller Energie führen.

Der Gartenschläfer gehört zur Familie der Bilche, den sogenannten Schlafmäusen. Er ist tatsächlich ganz schön träge. Mehr als die Hälfte des Jahres – etwa von Oktober bis April – verbringt er im Winterschlaf. Doch auch im Wachzustand bekommt man ihn nur selten zu Gesicht. Gartenschläfer sind fast ausschließlich nachtaktiv.

Nistkasten auf Parasiten überprüfen

Grundsätzlich müssen Hobbygärtner den Nistkasten nicht zwingend jedes Jahr reinigen. Zwar werde dies empfohlen, um Jungvögel im Folgejahr vor Parasiten zu schützen. Doch diese werden oft sowieso übertragen, erläutert der BUND. Denn häufig tragen die Vogeleltern die Parasiten im Gefieder. Und Vögel leiden in einem erstmals benutzten Netz oft stärker unter den Schädlingen als in darauffolgenden Nutzungszyklen.

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Denn die Parasiten werden von Insekten und Spinnen gefressen - aber bis diese darauf stoßen, dauert es etwas. Der Rat des BUND lautet daher: Den Nistkasten nur reinigen, wenn er voll ist oder es eine deutlich sichtbare Belastung an Parasiten gibt.

RND/ dpa/ sbu

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