Herbstlaub: Naturschützer raten von Laubbläsern und Laubsaugern ab

  • Im Herbst sieht man immer wieder Menschen, die mit Laubbläsern und Laubsaugern gegen das Herbstlaub vorgehen.
  • Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rät aber von solchen Geräten ab.
  • Und auch die Bundesregierung fordert jetzt zum Verzicht auf.
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Berlin. Das bunte Herbstlaub mit einem Laubbläser oder Laubsauger einfach wegpusten oder aufsaugen - das ist bequem. Doch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rät von solchen Geräten trotzdem ab. Hausbesitzer, die ihre Gehwege sauber und damit sicher halten wollen, sollten zu Rechen und Harke greifen. Und auch das Umweltministerium sprach sich aktuell dafür aus, im privaten Bereich freiwillig auf den Gebrauch der mechanischen Helfer zu verzichten.

Durch den Einsatz von Laubbläsern und Laubsaugern wird der ohnehin schon rare Lebensraum von Insekten oder auch Schnecken und Regenwürmern zerstört. Und nicht nur das: Auch die Tiere selbst werden bei Luftgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometer teilweise geradezu gehäckselt. Auch für Igel oder Frösche können vor allem Laubsauger lebensgefährlich werden.

Zum anderen seien viele Laubgeräte mit einem Schallpegel von mehr als 100 Dezibel extrem laut. Der Lärm ist nicht gut für das Gehör des Anwenders. Laubbläser und -sauger mit einem Motor verursachten zudem Abgase, die die Luft verschmutzen.

Laub liegenlassen ist oftmals besser

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Auch aus ökologischer Sicht kritisiert der Nabu die Geräte. Nicht nur welke Blätter würden aufgesaugt, sondern auch Insekten und Spinnen, die aber für den Boden wichtig seien. Pflanzensamen würden zerstört.

Befinden sich die Blätter nicht auf einem Gehweg oder der Rasenfläche, ist es nach Ansicht der Naturschützer ohnehin besser, das Laub einfach liegenzulassen. Unter Bäumen und Sträuchern störe das Laub nicht, die Blätter seien Lebensraum und Nahrung für Kleintiere wie etwa Würmer, Insekten und Spinnen und würden auch als Dünger fungieren. Zudem schütze es den Boden bei extremer Kälte vor Austrocknung.

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RND/dpa