Grüne Vorsätze: Wie Hobbygärtner etwas fürs Klima tun können

  • Wer etwas Gutes für die Umwelt tun will, muss nicht gleich die ganze Welt retten.
  • Auch im Kleinen kann jeder etwas dazu beitragen - etwa im eigenen Garten.
  • Drei Ideen für Hobbygärtner im Jahr 2020.
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Berlin. Eine Schülerin hat es vorgemacht: Der Einzelne kann etwas fürs Klima tun. Nun will nicht jeder persönlich so aktiv sein wie Greta Thunberg. Oder seinen Alltag im Sinne der Nachhaltigkeit komplett umkrempeln und etwa auf ein Auto verzichten. Aber schon mit kleinen Veränderungen lässt sich etwas zur Abmilderung des Klimawandels beitragen. Etwa im eigenen Garten.

So bindet man CO2: Einen Obstbaum pflanzen

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Bäume binden Kohlendioxid langfristig - vor allem, wenn man darauf achtet, dass ihr Holz später weiter verbaut wird und die Blattmasse durch Verrottung in den Boden übergeht und das CO2 dort gebunden bleibt.

Gut geeignet sind für diesen Ansatz vor allem Bäume, die schnell wachsen und groß werden. Viel Blattmasse ist außerdem empfehlenswert, erläutert Helmut Selders, Präsident des Bunds deutscher Baumschulen. Sein Tipp sind Obstbäume, da für große Eichen oder Buchen viele Grundstücke keinen Platz bieten. Sie müssen aber auch zum Boden und der Menge an Sonne am Standort passen.

Wer keinen Platz für einen Baum hat, sollte eine "bunte Hecke" setzen. "Nicht nur Kirschlorbeer oder den Lebensbaum nehmen, sondern verschiedene blühende Gehölze wie zum Beispiel die Schlehe beimischen", erklärt Selders.

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So hilft man den Tieren: Auf verschiedene Pflanzen setzen

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Gibt es viele verschiedene Pflanzenarten, hilft dies vielen Tierarten - und umgekehrt. Sonst finden zum Beispiel manche Vögel keine Nahrung und Pflanzen können sich nicht vermehren."Vielfalt ist eine Chance aufs Überleben", sagt Marja Rottleb, Garten-Referentin beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

Statt nur eine Rasenfläche zu pflegen, sollte man Beete mit einer Vielfalt an Pflanzen anlegen. Vielleicht in einem Eck noch Wiesenpflanzen aussäen, die nicht regelmäßig dem Mäher zum Opfer fallen. Und: Die wertvollen CO2-Speicher Bäume und Sträucher setzen, die vielen Tieren neben Nahrung auch Lebensraum bieten.

Insekten wie dieser Gelbe Vierfleckbock fühlen sich zwischen Wildpflanzen besonders wohl. © Quelle: imago images/blickwinkel

Es ist aber auch wichtig, auf heimische Pflanzen und am besten auf Wildarten zu setzen, betont Nabu-Expertin Rottleb. Denn oft können Insekten die stärker gefüllten Blüten von Züchtungen nicht nutzen, da die vielen Blütenblätter den Zugang zum Nektar im Inneren behindern. Wenn die hochgezüchteten Pflanzenformen überhaupt Pollen und Nektar produzieren. Forsythien, Hortensien und Geranien etwa sind steril. Ungefüllte Pflanzen erkennt man leicht: Sie haben viel weniger Blütenblätter und oftmals sind Staubblätter mit Pollen gut sichtbar.

So rettet man CO2-Lager: Blumenerde ohne Torf kaufen

In Torf, dem Baustein von Mooren, ist eine große Menge Kohlendioxid gebunden. Wird er gewonnen, wird das klimaschädliche Gas freigesetzt - und obendrein das Moor als Lebensraum für viele Tiere zerstört. Das Problem: In den allermeisten Blumenerden steckt Torf. Sogar jene, die als "torfreduziert" oder "torfarm" deklariert sind, können aus bis zu 80 Prozent des Materials bestehen.

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Es gibt aber immer mehr Alternativen im Handel. Sie basieren auf Kompost, Rindenhumus und Holzfasern. Achten sollte man auf Hinweise wie „torffrei“ oder „ohne Torf“. Der extra Tipp von Nabu-Expertin Rottleb: Wenn möglich, auch nur wurzelnackte Pflanzen kaufen - also jene ohne Topf und damit ohne torfhaltige Erde um die Wurzeln.Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) listet entsprechende Produkte in einem Einkaufsführer zum Download

RND/ dpa