Die Minusgrade kommen – so lassen Sie Geranien überwintern

  • Allmählich müssen wir uns von bunten Balkonen verabschieden, denn zumindest Geranien sollten Ende November ins Winterquartier umziehen.
  • Dafür gibt es verschiedene Methoden – kopfüber in einer Plastiktüte zum Beispiel.
  • Lesen Sie hier, wie Sie nächstes Frühjahr wieder Freude an Ihren Geranien haben.
Alice Mecke
|
Anzeige
Anzeige

Hannover. Die aus Südafrika stammende Geranie ist in ihrer Farbpracht hierzulande sehr beliebt. Allerdings ist die pflegeleichte Balkonpflanze nicht winterhart und muss bei Temperaturen ab dem ersten Frost auf ihr Winterrevier vorbereitet werden – wobei verschiedene Varianten die Geranie durch den Winter bringen können.

Bei einer „winterharten Geranie“ handelt es sich übrigens um die heimischen Storchschnäbel, die botanisch als Geranium bezeichnet werden. Bei der Geranie handelt es sich um Pelargonien, die Bezeichnung „Geranie“ ist lediglich dem Volksmund zuzuordnen.

Der heimische Storchschnabel ist im Gegensatz zur Geranie winterfest. © Quelle: imago images/blickwinkel
Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Geranien überwintern in der Wohnung

Geranien können noch relativ lange im Herbst den Balkon schmücken, leichten Frost bis minus fünf Grad vertragen die Pflanzen, doch spätestens Ende November – oder je nach Temperaturverlauf – sollten Geranien „eingepackt“ werden.

Eine Möglichkeit ist es, die Blumen in der Wohnung überwintern zu lassen. Das bietet sich vor allem dann an, wenn kein Keller oder Treppenhaus zur Verfügung steht. In der Wohnung sollte die Geranie an einem möglichst hellen Standort stehen, gegebenenfalls kann ein Pflanzenlicht nützlich sein. Plötzliche Temperaturschwankungen, zum Beispiel durch Lüften, sollten vermieden werden, und die Pflanze sollte auch nicht direkt über der Heizung stehen. Die Geranie zurückzuschneiden ist nicht nötig. Die Pflanze braucht außerdem nur wenig Wasser und keinen Dünger.

Geranien überwintern: Kühl in einem Kübel

Anzeige

Man kann seine Geranien auch im Freien überwintern lassen. Der Standort sollte dabei dunkel und kühl sein, Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad sind optimal. Für diese Variante bietet sich ein kühler Hausflur, Kellerraum oder gut geschützter Platz draußen an.

Zunächst müssen die Geranien ausgetopft und anhaftende Erde entfernt werden. Dabei möglichst keine Wurzeln beschädigen und so viele Feinwurzeln wie möglich erhalten, da diese für die Wasser- und Nährstoffversorgung wichtig sind.

Die Pflanze beziehungsweise die Triebe müssen außerdem auf gut zehn Zentimeter zurückgeschnitten werden. Pro Seitentrieb sollten zwei bis drei Knospen übrig bleiben. Der Großteil der Blätter kann außerdem entfernt werden, da diese anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind.

Anschließend können mehrere Geranien in einem großen Blumenkübel platziert und die Wurzeln locker mit einem Sand-Erde-Gemisch bedeckt und an dem dunklen und kühlen Standort abgestellt werden. Auch bei der „kalten“ Variante die Pflanzen nur wenig gießen.

Geranien überwintern: Wurzeln kopfüber in einem Beutel lagern

Eine weitere Möglichkeit der Überwinterung ist, nur die Wurzeln einzulagern. Die Wurzeln der Geranie werden in eine Plastiktüte verpackt, so dass die Blumen nicht austrocknen. Zudem sollte der Plastikbeutel kopfüber hängen. Dazu eignet sich ein dunkler, kühler Raum, der neben dem Keller auch der Dachboden oder das Gartenhaus sein kann. Wichtig ist, dass die hängende Geranie vor Frost geschützt ist.

So funktioniert es:

  • Geranien austopfen und zurückschneiden – es dürfen keine Erde und keine Blätter mehr vorhanden sein.
  • Plastiktüte mit einigen Luftlöchern versehen. Geeignet ist beispielsweise eine Frischhaltetüte.
  • Wurzeln in die Tüte einpacken und diese mit einem Band oder Gummi festbinden.
  • Geranie kopfüber an einem dunklen und kühlen Ort aufhängen.

In milden Regionen: Geranien im Erdloch überwintern lassen

Wer in einer wintermilden Region lebt, kann die Geranien auch in einem Erdloch überwintern lassen. Das funktioniert allerdings nur, wenn es nicht kälter als etwa minus zwei Grad wird.

So funktioniert die Methode:

  • An einer trockenen Stelle im Garten ein circa 80 Zentimeter tiefes Erdloch graben.
  • Das Erdloch mit Ästen, Reisig oder Stroh auslegen.
  • Die Geranien austopfen, Erde entfernen, auf zehn Zentimeter zurückschneiden und alle Blätter entfernen.
  • Die Pflanze im Erdloch platzieren, mit einer Kokos- oder Strohmatte bedecken und das Loch wieder auffüllen.

Wann kann die Geranie wieder raus?

Nach draußen sollten die Blumen erst, wenn es wieder warm und sonnig genug ist, was frühestens im April der Fall sein dürfte. Dann empfiehlt es sich auch, die Pflanzen abends noch reinzuholen, da ihnen nächtliche Fröste noch schaden können. Erst nach den Eisheiligen ab Mitte bis Ende Mai sollten die Geranien dann wieder komplett nach draußen.

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen