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Gartentipps für den Sommer

So schützen Sie Ihre Pflanzen bei hohen Temperaturen

Seine Pflanzen ausreichend zu gießen ist wichtig. Übertreiben sollten Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner es damit aber nicht.

Seine Pflanzen ausreichend zu gießen ist wichtig. Übertreiben sollten Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner es damit aber nicht.

Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner, die im Garten nur Rasen und keine Pflanzen haben, dürfen jetzt ausnahmsweise die Beine hochlegen: Denn Rasen mag es bei hohen Temperaturen gar nicht, zu oft gemäht zu werden – die Gräser können sich nämlich gegenseitig Schatten spenden, wenn sie lang genug sind. Ansonsten reicht es meistens, auf ausreichende Wässerung zu achten. Bei anderen Pflanzen sieht das schon anders aus.

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Pflanzen Schatten spenden

„Bei einigen Pflanzen ist als Standortmöglichkeit sonnig oder vollsonnig angegeben“, erklärt Herbert Geiger von der Gärtnerei Flora Toskana, die sich auf Pflanzen spezialisiert hat, die es gern sonnig mögen. „Im Normalfall ist für diese Pflanzen weder Hitze noch die pralle Sonne ein Problem.“ Das gilt besonders für Zitrusbäume: Sie vertragen zwar vollsonnige Plätze im Freien, jedoch sollte der Topf im Schatten stehen, da die Wurzeln sonst überhitzen könnten.

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Viele andere Pflanzen sind jedoch auf ein bisschen Schatten angewiesen. „Wenn möglich, kann man empfindliche Pflanzen mit einem lichtdurchlässigen Netz schattieren“, erklärt Antje große Feldhaus vom Blog „Gern im Garten“. Diese finden sich im Baumarkt oder im Internet.

Je natürlicher der Garten gestaltet ist, desto mehr trotzt er der Hitze.

Experte gibt Tipps: Wie bleibt der Garten trotz Klimawandel schön kühl?

Diese Hitze! Knallt die Sonne an heißen Tagen vom Himmel, halten es manche Menschen auch im eigenen Garten nicht mehr aus. Doch das muss nicht sein: Landschaftsarchitekt Markus Meyer erklärt im RND-Interview, wie das Grün vor der Haustür kühl bleibt, was Neophyten damit zu tun haben und wieso ihm Schottergärten Kopfweh bereiten.

Ökotest rät dazu, empfindliche Topfpflanzen über die Mittagshitze einfach mit einem Sonnenschirm oder einem Sonnensegel zu beschatten. Wer fürs nächste Jahr vorausplanen will, könne im Frühjahr für empfindliche Gartenpflanzen außerdem Hecken oder Sträucher anpflanzen, die dann im Sommer Schatten spenden.

Pflanzen einmal und ausreichend gießen

Gerade Topfpflanzen können wegen der begrenzten Erde nur wenig Wasser speichern. „Daher gilt generell auch, dass der Wasserbedarf von Topfpflanzen mit der Temperatur steigt“, erklärt Geiger. Weil über die Fläche der Blätter viel Wasser verdunstet, vertragen gerade Pflanzen mit großen Blättern die Hitze oft nicht so gut. Diese Pflanzen freuen sich über einen extragroßen Schluck Wasser.

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Ökotest rät außerdem dazu, Pflanzen nur einmal am Tag zu gießen – dann aber ausreichend. Idealerweise geschieht dies am frühen Morgen oder am späten Abend. Auch wenn es wichtig ist, Pflanzen genug zu wässern, sollte man es damit nicht übertreiben. Tatsächlich gilt beim Gießen: Lieber einmal zu wenig als zu viel. Laut dem Industrieverband Agrar kann es sonst vorkommen, dass man seine Pflanzen „totgießt“. Das passiert, wenn zu viel Wasser die Bodenluft verdrängt und die Wurzel so um den Sauerstoff bringt – die Wurzeln ersticken dann im schlimmsten Fall. Die Pflanzenteile oberhalb der Erde bekommen weder Wasser noch Nährstoffe und verwelken.

Garten bewässern teilweise eingeschränkt

Geiger erklärt, dass es in Hitzeperioden mit relativ trockener Luft nötig sein kann, die übliche Wassermenge zu verdoppeln – „und teilweise sogar noch weiter zu erhöhen, da die Verdunstung stark ansteigt“. Woher die Hobbygärtnerin oder der Hobbygärtner wissen, dass die Wassermenge nicht gereicht hat? „Spätestens wenn schlappe Blätter sichtbar werden, sollte nachgegossen werden“, sagt Geiger.

Seine Lieblinge im Garten mit der richtigen Wassermenge zu verwöhnen kann aber gerade in Dürrezeiten unmöglich sein. Regional gibt es zum Teil Maßnahmen, die das Wässern im Garten einschränken. „Das kann dann leider zum Tod der Pflanzen führen“, erklärt Geiger. Dann hilft nur noch das Hoffen auf den nächsten Regen.

 

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