Einbruchschutz: Mieter können nicht mehr Absicherung verlangen

  • Zusätzliche Schlösser, verstärkte Fenster und ein Spion in der Tür: Eine gut geschützte Wohnung ist vielen Mietern wichtig
  • Mehr Schutz kann aber auch heißen: mehr Miete.
  • Wir erklären, auf was ein Mieter achten sollte.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Mieter können nach ihrem Einzug nicht vom Vermieter verlangen, dass dieser ihre Wohnung sicherer macht. Sie haben nach Angaben des Deutschen Mieterbund (DMB) keinen Anspruch auf einbruchhemmende Fenster oder Türen, Sicherheitsschlösser, Türspion oder Gegensprechanlage.

Wohnwertverbesserung: Vermieter kann Miete erhöhen

Investiert der Vermieter dennoch in derartige Schutzmaßnahmen, handelt es sich um eine Wohnwertverbesserung und Modernisierung, so der DMB. Bedeutet: Er kann die Miete erhöhen. Acht Prozent der Kosten von so einer Baumaßnahme lassen sich auf die Jahresmiete aufschlagen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige
Video
Einbruchschutz: Prävention ist alles
1:42 min
Alle vier Minuten geschieht ein Einbruch. Richtiger Einbruchschutz kann Einbrüche verhindern. In unserem Erklärvideo erfahren Sie, wie das geht.  © David Sander / RND

Wollen Mieter von sich aus Geld in einen besseren Schutz stecken, müssen sie bei allen baulichen Änderungen zunächst die Erlaubnis des Vermieters einholen. Dieser muss nach Angaben der Experten bei einem nachvollziehbaren Interesse des Mieters kleinere Baumaßnahmen wie den Einbau eines Türspions oder eines Sicherheitsschlosses gestatten.

Lesen Sie: Schutz vor Einbrechern: So sichern Sie Ihr Zuhause

Bei Einbau in Eigenregie Vereinbarungen treffen

Anzeige

Wichtig zu klären: Was passiert am Ende der Mietzeit mit den selbst angebrachten Schlössern oder dem in die Tür eingefassten Spion? Laut Gesetz ist es möglich, dass der Vermieter die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes fordert, sodass noch einmal hohe Kosten durch den Rückbau auf den Mieter zukommen könnten.

Der DMB rät zu einer Modernisierungsvereinbarung. Darin kann festgehalten werden, dass es dem Mieter gestattet ist, Baumaßnahmen durchzuführen - und dass er diese beim Auszug nicht beseitigen muss. Außerdem lässt sich regeln, dass der Vermieter für den Verbleib der wohnwertverbessernden Sicherheitseinbauten einen Abstand zahlt.

Anzeige

Lesen Sie auch: Checkliste zum Einbruchschutz

RND/dpa