Checkliste für die Wohnung: Das sollten Sie vor dem Start in den Urlaub beachten

  • Wer beruhigt in den Urlaub fahren möchte, sollte sich im Vorfeld ausreichend Zeit nehmen, um die Wohnung auf die Abwesenheit vorzubereiten.
  • Um an alles zu denken, hilft es, einige Tage vor Abreise eine ausführliche Liste anzufertigen.
  • Mit einer sorgfältigen Vorbereitung lässt sich Strom und damit Geld sparen.
Maren Schulze
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Frisch erholt die Tür aufschließen, dann ab aufs Sofa und die schönen Tage Revue passieren lassen – so stellen sich viele das perfekte Ende des Sommerurlaubs vor. Schwierig wird es nur, wenn Urlauberinnen und Urlauber zu Hause von miefenden Mülleimern, eingetrocknetem Geschirr und toten Pflanzen erwartet werden.

Rund zehn Tage am Stück verreisten die Deutschen laut dem Portal Statista im Jahr 2020 durchschnittlich. Wer im Anschluss beim Schritt über die Türschwelle nicht direkt wieder urlaubsreif sein möchte, bereitet die Wohnung sorgfältig auf die eigene Abwesenheit vor.

Checkliste und Nachbarn um Hilfe bitten

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Bevor der Stress am Abreisetag losgeht, lassen sich einige Vorbereitungen schon Tage vor dem Urlaubsbeginn treffen. Dazu gehört eine Checkliste, auf der alle Erledigungen in Ruhe notiert werden. Sie hilft, am stressigen Abreisetag an alles Wichtige zu denken.

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Auch die Nachbarinnen und Nachbarn sollten am besten zeitig über die Abwesenheit informiert werden. Von Briefkasten leeren über Pakete annehmen bis hin zu Blumen gießen: Es gibt viele Kleinigkeiten, die nette Nachbarn gerne übernehmen. Daher ist es wichtig, rechtzeitig anzufragen, um sicherzugehen, dass die Nachbarn auch zu Hause sind. Wichtig: Nicht vergessen, die Kontaktdaten für die Urlaubszeit zu hinterlassen, um im Notfall erreichbar zu sein.

Pflanzen am Leben erhalten

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Doch nicht jeder hat Nachbarinnen und Nachbarn mit grünem Daumen, die gern die Pflanzen für einen gießen. Mit einfachen Tricks überleben Grünlilien und andere Zimmerpflanzen eine Zeit lang ohne Pflege. Ein paar Tage vor der Abreise können alle Pflanzen ohne Übertopf in ein Wasserbad (zum Beispiel in die circa fünf Zentimeter hoch gefüllte Badewanne) gestellt werden. So saugt sich die Erde im Topf mit Wasser voll, die Pflanzen danach etwas abtropfen lassen und zurück in den Übertopf setzen. So haben sie vor der Abreise eine gute Basis an Wasser.

Für die Bewässerung während der Urlaubszeit lässt sich mithilfe einer leeren PET-Flasche ein Bewässerungssystem basteln – dafür ein kleines Loch in den Flaschendeckel bohren, sodass ein circa fünf Zentimeter langer Nagel hindurchpasst. Den Nagel von innen nach außen stecken, er sorgt für die Stabilität des Bewässerungssystems. Je nach Pflanzengröße braucht es zwei oder mehr zusätzliche kleine Löcher im Deckel, durch die später Wasser in die Erde gelangt. Nun muss die Flasche nur noch mit Wasser gefüllt werden, der Deckel mit dem Nagel darauf geschraubt werden, und die Flasche mit dem Nagel- und dem Flaschenkopf nach unten in die Erde gesteckt werden. Fertig! So gibt die Flasche tröpfchenweise Wasser ab und versorgt die Pflanze.

Die PET-Flaschen sichern auch das Überleben der Pflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse. Die Blumenkübel im Freien sollten am besten an einem windgeschützten, schattigen Ort stehen und möglichst nah aneinander, denn so verdunstet etwas weniger Wasser. Auch eine Schicht Rindenmulch bewahrt die Erde vorm Austrocknen.

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Geräte abschalten und putzen

Von Fernseher über Receiver bis PC: Bis zu 5 Prozent des Stromverbrauchs in deutschen Haushalten entsteht durch Geräte im Stand-by-Modus. Das zeigt die Energieagentur Nordrhein-Westfalen. So kommen im Jahr schnell 50 bis 100 Euro zusammen. Deshalb ist es ratsam, besonders vor dem Urlaub den Stecker zu ziehen.

WLAN-Router und Radiowecker müssen während des Urlaubs beispielsweise gar nicht laufen. Wenn die Reise länger dauert, kann es sich lohnen, auch Kühlschrank und andere Haushaltsgeräte abzuschalten. Eine Kühl-Gefrier-Kombination, die älter als zehn Jahre ist, verursacht Stromkosten von bis zu 100 Euro im Jahr. Auch Boiler und Heizungen sollten laut Energieberatung der Verbraucherzentrale bei längerer Abwesenheit ausgeschaltet werden. Außerdem sollte am Abreisetag sicherheitshalber der Hauptwasserhahn abgedreht werden.

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Wer vor dem Urlaub putzt, kann nach der Rückkehr Besen und Wischer getrost links liegen lassen. Mülleimer leeren, verderbliche Lebensmittel an Freundinnen und Freunde verschenken und die Spülmaschine ausräumen. Wer vor dem Urlaub noch etwas Zeit hat, sollte die Spülmaschine gründlich reinigen. Etwaige Lebensmittelreste im Sieb der Maschine können so nicht verderben und anfangen, unangenehm zu riechen.

Gegen Einbrüche vorbereiten

81 Prozent der Deutschen haben wenig oder gar keine Angst vor Einbrüchen während der Urlaubszeit, das zeigte eine repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag eines Versicherers von 2017. Tatsächlich gibt es über das Jahr gesehen von Mai bis September am wenigsten Einbrüche: Die Polizei NRW hat 2017 in Köln und Leverkusen eine Untersuchung rund um Wohnungseinbrüche durchgeführt. Täter schlugen eher in den dunkleren Monaten im Herbst und Winter zu.

Wer das Haus oder die Wohnung längere Zeit verlässt, sollte dennoch vorsichtig sein. Daher empfiehlt es sich, vor der Abreise am besten rund eine Stunde für einen Abschlussrundgang einzuplanen: dabei in Ruhe durch die Räume gehen, Fenster und Türen sorgfältig schließen und – wenn möglich – abschließen. Schlüssel, zum Beispiel von verschließbaren Fenstern, sollten unbedingt abgezogen werden. Wenn es zu einem Einbruch kommt, weil Fenster oder Türen nicht richtig verschlossen waren, zahlt die Hausratversicherung in der Regel nicht. Gleiches gilt, wenn ein Ersatzschlüssel unter der Fußmatte oder dem Blumentopf lag.

Mit Checkliste prüfen

Zu guter Letzt heißt es: die selbst angefertigte Checkliste hervorholen, überprüfen, ob alle Punkte abgehakt sind, und mit gutem Gefühl die Wohnungstür abschließen. Nun kann der Urlaub beginnen.

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