Blumenerde: So erkennt man gute Qualität

  • Wer einen Sack Blumenerde aufreißt, dem kommt oft ein strenger Geruch entgegen.
  • Das bedeutet jedoch nicht, dass die Erde schlecht ist und nicht mehr verwendet werden sollte.
  • Im Gegenteil: Der Geruch deutet auf arbeitende Organismen hin.
Anzeige
Anzeige

Bonn. Frisch gekaufte Blumenerde macht mitunter den Eindruck, schlecht geworden zu sein. Sie kann unangenehmen riechen, wenn man den Sack aufreißt. Das ist aber kein Grund zur Sorge, erläutert das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BLZ).

Blumenerde: Was hat der unangenehme Geruch mit der Qualität zu tun?

Betroffen sind oft Substrate mit organischen Düngestoffen wie Hornspänen, Hornmehl, Phytogrieß oder Guano. Auch torffreie Substrate oder Erden und Produkte, die auf Kompost oder Rindenhumus basieren, riechen schon mal streng. Der Geruch ist aber ein gutes Zeichen: Er zeugt davon, dass Mikroorganismen ihre Arbeit aufgenommen haben. Sie bauen laut BLZ die organische Substanz in Nährstoffe für Pflanzen um.

Blumenerde lagern: Qualität leidet darunter

Wer Blumenerde braucht, sollte sie möglichst nicht auf Vorrat, sondern nur nach dem aktuellen Bedarf kaufen, rät das BLZ. Je länger die Blumenerde lagert, desto höher wird der Salzgehalt, was zu Pflanzenschäden führen kann. Auch der PH-Wert kann sich durch die Lagerzeit ändern, wodurch die Erde weniger gut belüftet ist.

Blumenerde lüften: Tipp für geruchsempfindliche Hobbygärtner

Anzeige

Ein Tipp für geruchsempfindliche Hobbygärtner: Den Sack der Blumenerde zwei, drei Tage vor Nutzung aufreißen, das Substrat etwas auflockern und auslüften lassen. Finden sich Pilze in der neuen Blumenerde, ist das ebenfalls nicht schlimm. Sie siedeln sich laut den Experten einfach dort an, wo totes organisches Material vorhanden ist.

Kompost anlegen: Gesunder Boden durch Naturdünger

Kompost ist die natürlichste Grundlage für einen schönen Garten: als Blumenerde, Dünger oder Bodenverbesserer. Wer einen großen Garten hat, sollte anfallende Bioabfälle selbst kompostieren und nutzen. Der Kompostplatz sollte schattig und auf offenen Boden sein, Garten- und Küchenabfälle sind dann optimal zu kompostieren, informiert das Umweltbundesamt. Wer noch dafür sorgt, dass der Kompost stets gut durchlüftet und feucht ist, darf sich über ein gesundes Bodenleben freuen.

Blumenerde selbst herstellen: So geht’s

Blumenerde lässt sich übrigens auch selbst herstellen: Kompost, der älter als ein Jahr ist, lässt sich optimal verwenden, informiert die Verbraucherzentrale Hamburg. Jeweils ein Drittel Kompost, Gartenerde und Füllstoff, wie zum Beispiel Sand, mischen und fertig ist das die perfekte Grundlage für den Garten.

RND/dpa/hb

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen