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Blackout behindert Alltag stark

Stromausfall: Was sollte man unbedingt im Haus haben?

Streichhölzer gehören zur Grundausstattung bei einem Stromausfall.

Streichhölzer gehören zur Grundausstattung bei einem Stromausfall.

Das elektrische Licht geht nicht, im Kühlschrank verderben die Lebensmittel und die Heizung springt auch nicht an: Fällt der Strom länger aus, hat das einen großen Einfluss auf den Alltag. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät deshalb, für den Ernstfall vorzusorgen.

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Checkliste: Was brauche ich bei einem Stromausfall?

Um für einen Stromausfall vorzusorgen, empfiehlt es sich, einige Utensilien als Notausrüstung zu Hause vorrätig zu haben. Das BBK empfiehlt folgende Gegenstände für ein Notfallpaket bei Stromausfall:

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  • Taschenlampe: Sie sollte batterie- oder solarbetrieben sein. Es gibt auch Taschenlampen mit Kurbel. Ratsam sei außerdem, Ersatzgeräte zu besitzen, um im Falle eines Defekts vorbereitet zu sein.
  • Camping- oder Outdoorlampen: Sie sollten ebenfalls batteriebetrieben sein. Manche dieser Lampen funktionieren mit Petroleum. Wer solch eine besitzt, braucht auch einen Vorrat des Brennstoffes.
  • Kerzen
  • Streichhölzer oder Feuerzeuge
  • Feuerlöscher oder Löschdecke: Brennen viele Kerzen und kocht man mit Campingkocher, erhöht das die Brandgefahr.
  • Radio: Es sollte batteriebetrieben sein oder eine Kurbel haben. Fällt der Strom lange aus, bekommt man über dieses Medium weiterhin die Mitteilungen von Behörden mit. Alternativ kann man die Nachrichten über das Autoradio hören.
  • Batterien: Als Vorrat in verschiedenen Größen, wenn die Batterien in den Nofallgeräten alle sind.
  • Geladene Ersatzakkus oder Powerbanks: Dank solcher Hilfsmittel steht länger Strom für wichtige Geräte wie das Smartphone zur Verfügung. Powerbanks gibt es auch solarbetrieben, sodass sie immer wieder mittels der Sonne geladen werden können.
Woher kommt unser Strom? Der Energiemix in Deutschland

Krieg in der Ukraine, Atomausstieg, Energiewende – die Nachfrage nach erneuerbaren Energien steigt rasant. Woher beziehen wir also unseren Strom?

  • Campingkocher oder Grill: Mit dem Campingkocher lassen sich kleinere Mahlzeiten zubereiten. Wer einen Garten oder Balkon hat, kann draußen grillen.
  • Bargeld: Fällt der Strom aus, funktionieren Geldautomaten nicht mehr.
  • Trinkwasser und Lebensmittel für zehn Tage: Das BBK bietet eine Checkliste zum Download. Darin ist beispielhaft und sehr umfassend aufgezählt, welche Lebensmittel und Mengen an Wasser in den Vorrat gehören. Der Flyer enthält auch Tipps für die Hausapotheke, Hygieneartikel und Notgepäck. Sehr wichtig: Die Lebensmittel sollten ohne Kühlung haltbar sein. Denn Kühlschrank und Gefriertruhe funktionieren ohne Strom schließlich auch nicht.
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Was tun mit dem Gefrierschrank?

Zwischen zehn und 64 Stunden sind Lebensmittel im Tiefkühler trotz Stromausfall sicher vor dem Verderben. Das schreibt das Unternehmen Liebherr, das unter anderem Haushaltsgeräte verkauft, auf seinem Blog. Wie lange die Tiefkühlkost weiterhin gefroren bleibt, sei von Gerät zu Gerät unterschiedlich und hänge von der Isolierung ab. „Bleibt die Temperatur im Gefrierbereich bei mindestens minus neun Grad, können Sie die eingelagerten Lebensmittel auch nach einem Stromausfall noch verzehren“, rät die Autorin des Blog-Eintrags.

Wie funktioniert Heizen bei einem Stromausfall?

Zwar heizen weniger als 5 Prozent der Deutschen mit Strom. Damit die Gas- oder Ölheizung funktioniert, ist aber dennoch elektrische Energie nötig, etwa für die Umwälzpumpe oder die Steuerung. Das heißt: Fällt der Strom aus, läuft die Heizung nicht mehr.

Das BBK rät zu warmer Kleidung und Decken. Außerdem sollte man sich nur in einem Raum aufhalten und die Tür schließen, damit die Wärme nicht entweicht. Trotzdem regelmäßig lüften, insbesondere, wenn Kerzen brennen. Wer einen Kamin oder Ofen hat, solle einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz angelegt haben.

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Im Notfall kann ein Gasheizgerät Wärme spenden. Reinhard Loch, Energieexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, gibt aber zwei Dinge zu bedenken. Erstens ist Gas aus Flaschen teurer als solches aus der Leitung. Zweitens sind nur wenige Geräte für den Betrieb im Innenraum zugelassen. Nur für den Außenbereich gedachte Geräte produzieren Schadstoffe, die sofort „weggelüftet“ werden müssen.

Das BBK rät, bei gasbetriebenen Heizquellen darauf zu achten, dass Sicherheitsvorkehrungen wie zum Beispiel eine Sauerstoffmangel- und Zündsicherung bei dem Gerät vorliegen. „Die Installation eines sogenannten CO-Warnmelders erhöht Ihre Sicherheit“, schreibt die Behörde auf ihrer Webseite.

Was fällt noch alles bei einem Stromausfall aus?

Strom ist für nahezu alle Bereiche des Alltags wichtig. Das BBK nennt einige Beispiele, an die man vielleicht nicht sofort denkt:

  • Der Zugverkehr liegt brach.
  • Aufzüge bleiben stecken.
  • Manche Türen lassen sich nicht mehr öffnen, Supermarktkassen fallen aus.
  • Kann Stromausfall auch zu Wasserausfall führen? Ja, denn Pumpen funktionieren meist mit Strom.
  • Systeme der Telefonnetzbetreiber sind nur für ein paar Stunden mit Notstrom versorgt. Danach funktioniert telefonieren nicht mehr.
  • Der Hausnotruf für Pflegebedürftige kann ausfallen.
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Wo anrufen bei Stromausfall?

Auf keinen Fall die Notfallnummern der Feuerwehr (112) und Polizei (110) wählen. Ein Stromausfall zählt nicht zu den akuten Notfällen, die dort gemeldet werden sollen. Stattdessen sollten Betroffene die Nummer des Betreibers ihres Stromnetzes wählen. Diese ist zum Beispiel auf der Stromrechnung zu finden.

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