Keine einmalige Weihnachtsdeko: Amaryllis nach der Blüte düngen

  • Im Advent ist die Blütezeit der Amaryllis.
  • Danach muss man die Zwiebelblume aber nicht entsorgen.
  • Richtig gepflegt, blüht sie beim nächsten Weihnachtsfest erneut.
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Bornhöved. Mit der Amaryllis nimmt es oft ein trauriges Ende: Ist die Weihnachtsdekoration verblüht, landet sie im Müll. Dabei kann man sie lange halten und im kommenden Jahr erneut zum Blühen bringen.

„Nachdem die Amaryllis fertig sind mit Blühen, beginnen sie, Blätter zu treiben“, erklärt die Staudengärtnerin Svenja Schwedtke aus Bornhöved (Schleswig-Holstein). Ihr Rat fürs Überleben: „Jetzt ist die Zeit, wo sie mit Nährstoffen versorgt, sprich gedüngt werden müssen.“ Denn die Blüte hat an der Pflanze gezehrt und die Zwiebel hat an Volumen und Gewicht verloren.

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Das liegt auch daran, dass die Zwiebeln, die man im Herbst oder Winter in Töpfen kaufen kann, bislang noch keine Wurzeln gebildet haben. „Sie nehmen also die Kraft zum Blühen nicht währenddessen aus der Erde, sondern ausschließlich aus der Zwiebel auf“, so Schwedtke.

Ein Tipp für alle Zwiebelpflanzen

Dieser Tipp lässt sich übrigens auf alle Zwiebelpflanzen übertragen – also auch auf Narzissen und Tulpen: „Wenn eine Zwiebelpflanze Blätter hat, dann ist der Zeitpunkt, sie zu düngen“, rät die Expertin.

Konkret bekommt die Amaryllis für rund sechs Wochen einen Zimmerpflanzen-Dünger. „Danach beginnen irgendwann die Blätter zu vergilben. Dann beginnt die Ruhezeit der Zwiebel“. Das erkläre sich etwa bei der Amaryllis aus den trockenen Perioden, die es in ihrer südafrikanischen Heimat gibt.

Die Amaryllis: im Sommer draußen, im Herbst ins Haus

Daher stellt der Hobbygärtner seine Amaryllis im Topf den Sommer über am besten in eine trockene Ecke, gerne draußen auf dem Balkon oder im Garten. Im Herbst zieht die Zwiebelblume wieder ins Haus ein, am besten auf eine helle Fensterbank.

Zunächst wird sie dort nur etwa einmal pro Woche gegossen. „Wenn sich die erste der dicken Knospen zeigt, braucht die Amaryllis mehr Wasser und viel Licht – und dann heißt es geduldig zusehen und beobachten, was da so passiert“, so Schwedkte.

RND/dpa

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